Über die Orthopädie:
Manche Menschen bemerken von dem Alterungsprozeß der Wirbelsäule kaum etwas.
Nur das Röntgenbild und eine gewisse Einschränkung der Beweglichkeit weisen auf die Veränderung hin.
Andere Personen leiden aufgrund dieser Minimalverschiebungen unter erheblichen Rückenschmerzen oder
Ischiasbeschwerden. Bei ungünstigem Verlauf sind sie längere Zeit arbeitsunfähig
oder müssen sogar einen Beruf mit schwerer körperlicher Arbeit aufgeben. Im Röntgenbild stellen sich
die Abnutzungen durch die Höhenminderung der Bandscheiben und feine, spitze Verkalkungen (Osteophyten)
dar, die von den oberen und unteren Begrenzungen der Wirbelkörper ausgehen. Mit den Jahren können
sie wie Stalagmiten und Stalaktiten in einer Tropfsteinhöhle zusammenwachsen und den Bandscheibenraum
umklammern (Spondylodese).
Dieser Versteifungsvorgang hat Auswirkungen auf die Beweglichkeit. Patienten, die von solchen Veränderungen betroffen werden, berichten, dass sie steifer geworden seien. Die Reaktion des Körpers ist sinnvoll. Das instabile und schmerzende Bewegungssegment wird mit der Versteifung ausgeschaltet.