Schmerztherapie Frankfurt - Orthopädie - Anti Aging
Geschichte der Schmerztherapie
Vor mehr als 10 000 Jahren waren die Menschen davon überzeugt, der Schmerz werde durch einen unsichtbaren Dämon im Organismus verursacht. Diese Vorstellung führte zu drastischen „Behandlungsmethoden“.
Bei chronischen Kopfschmerzen wurde eine Schädeltrepanation durchgeführt, um den Dämon aus dem Körper entweichen zu lassen. Mit einem steinernen Schabemesser wurde dabei die Schädeldecke durchtrennt. Dadurch wurde eine Verletzung der Hirnhäute vermieden. Gelang der Eingriff, vernarbte die Schnittfläche der meist elliptischen Öffnung; der Patient überlebte.
Bis in die heutige Zeit wird bei andauerndem Kopfschmerz die Trepanation ohne größere Veränderungen des Verfahrens von einigen Naturvölkern durchgeführt.
Ab ca. 1500 spricht man von dem Zeitalter der Naturwissenschaften. Beim Blick ins Innere des Körpers wurde das Gehirn als Sitz aller Wahrnehmungen und Handlungen identifiziert und dabei auch der Schmerz von den magischen Elementen der Frühgeschichte befreit. In der Medizin begann die rationale Phase, die auch das Verstehen und Behandeln des Schmerzes beinhaltete. Es wurden Methoden der medikamentösen, physikalischen und psychosozialen Schmerztherapie entwickelt.
Im Verlauf des 19. Jahrhunderts wurden alle wichtigen Durchbrüche zur Beherrschung des Schmerzes erzielt, mit Narkose, Lokalanästhesie und Analgetika, von den Entzündungshemmern bis hin zu Morphin. Sie nahmen vor allem dem akuten, rasenden Schmerz und dramatischen Krankheitsverläufen ihren Schrecken.
Unsere Gegenwart schließt sich an, als Zeitalter der Bewahrung der Menschen vor chronischen Schmerzen.
Schmerzsyndrome
Die Schmerzsyndrome, unter denen häufig Patienten leiden, sind vielfältig. Selten kommen auf eine einzige Körperregion begrenzte Schmerzen vor. Die meisten Patienten sind bezüglich ihrer Schmerzsyndrome multimorbide Patienten.
Viele leiden zusätzlich unter weiteren, oft auch gravierenden Krankheiten (z. B. Asthma, KHK, Hypertonie, Diabetes, psychischen Krankheiten).
Fast alle Patienten haben Polyalgien, einige Panalgesien, also Schmerzen an mehreren Körperstellen oder überall.
Indikationen zur Behandlung sind z. B.:
Die hauptsächlichen Übersichtsdiagnosen sind (meist in Kombination verschiedener oder mehrerer Schmerzarten):
- Rückenschmerzen
- Schmerzen im Bereich des Bewegungssystems
- Schmerzen nach Verletzungen und Operationen
- Schmerzen bei Durchblutungsstörungen
- Schmerzen durch Fehlsteuerung des vegetativen Nervensystems
- Kopfschmerzen
- medikamentenbedingte Schmerzen
- neuropathische Schmerzen
- amputationsbedingte Schmerzen (Phantom- und Stumpfschmerzen)
- Krebsschmerzen
- psychogene Schmerzen
- Schmerzen durch Nervenverletzungen
- Schmerzen im Verdauungstrakt
- Schmerzen durch und nach Gürtelrose
- Gesichtsschmerzen
Therapie z. B. bei Wirbelsäulenschmerzen:

Starke Wirbelsäulenschmerzen, die auch nach einigen Tagen nicht wieder verschwinden, deuten unter Umständen auf ein ernsteres Problem hin. Wir werden dann zunächst Bilder des betroffenen Wirbelsäulenabschnittes anfertigen und in einer genauen körperlichen Untersuchung die Schmerzursache eingrenzen. Rasches und entschlossenes Vorgehen ist bei Wirbelsäulenschmerzen von entscheidender Bedeutung. Wir haben hierfür ein Stufentherapiekonzept entwickelt, das sich in unserer Praxis in über 14 Jahren bewährt hat.
Bei Vorliegen besonderer Umstände oder bei Nervenausfallserscheinungen lassen wir im Bedarfsfall umgehend eine Kernspintomographie anfertigen.
Wir besprechen Ihr Krankheitsbild mit Ihnen ausführlich, die möglichen Risiken und Nebenwirkungen der vorgeschlagenen Schmerztherapie werden im Einzelnen erläutert und danach ein individueller Behandlungsplan für Sie erarbeitet.