Was ist Hypnose?
Während man im normalen Bewusstseinszustand immer verschiedene Reize gleichzeitig wahrnimmt,
ist in Hypnose oder Trance die gesamte Aufmerksamkeit (oder zumindest ihr gröäter Teil)
auf eine bestimmte Sache gerichtet, so dass man die restliche Umgebung mehr oder weniger
aus dem Auge verliert. Etwas "wie in Trance" zu tun, ist also ein ganz alltäglicher Zustand,
den man z. B. beim Joggen, beim Lesen eines spannenden Buches oder bei einer konzentrierten
Arbeit erleben kann. Bei der medizinischen oder psychotherapeutischen Anwendung wird diese
Fähigkeit zur "Alltagstrance" sehr stark und so gezielt gefördert, dass sie zur Lösung
körperlicher und/oder seelischer Probleme eingesetzt werden kann.
In eine Trance zu gehen und wieder aus ihr herauszukommen ist ein vollkommen freiwilliger Vorgang,
bei dem Ihr Wille, etwas zu tun oder nicht zu tun, in keiner Weise eingeschränkt werden kann.
(So wie Sie ja auch aus freiem Willen joggen gehen und damit wieder aufhören.) Wenn man sich
weit genug in einen Trancezustand hineinbegibt, entwickelt sich eine Art Automatismus, der
einen einerseits Dinge ohne besondere Anstrengung richtig machen lässt und andererseits dabei hilft,
dass man in sich selbst neue Fähigkeiten entdecken und ausprobieren kann.
Auch das sind im Grunde ganz alltägliche Erfahrungen, so wie z. B. beim Joggen irgendwann die
Beine von ganz allein laufen und man in einen Zustand gerät, in dem persönliche Grenzen verschieben kann,
von denen man bisher dachte sie seien unveränderlich.
Was kann Hypnose und wem hilft sie?
Trancezustände lassen sich in vielen Gebieten der Medizin, Zahnmedizin und
Psychotherapie sehr sinnvoll einsetzen.
In der Medizin:
- als Hilfe bei chronischen Erkrankungen (z, B, Schmerz- und Medikamentenreduzierung)
- zur angenehmeren Durchführung vieler Untersuchungen (z. B. Magen-, Darmspiegelungen)
- zur Narkosevorbereitung
- zur Schmerzreduktion bei (kleineren) Operationen